Meldung des Todesfalls: sonstige Versicherungen
Bestehende Versicherungsverträge (z.B. Haushaltsversicherung, Zusatzkranken- bzw. Unfallversicherung) müssen von den Hinterbliebenen bzw. Erbinnen/Erben gelöst oder geändert werden. Meist genügt ein formloses Schreiben (eventuell Kopie der Urkunde über einen Todesfall bzw. des Registerauszugs Tod [früher sogenannte Abschrift aus dem Sterbebuch]).
Bei Versicherungen, die im Todesfall eine Leistung erbringen (z.B. Lebensversicherung), ist es empfehlenswert, das Versicherungsunternehmen unverzüglich zu verständigen. Damit vermeiden Sie auch, dass weitere Prämienvorschreibungen an die Adresse der/des Verstorbenen geschickt werden.
Auf die Versicherungsleistungen kann erst nach Abschluss des Verlassenschaftverfahrens Anspruch erhoben werden.
Polizzen, die auf eine namentlich genannte "begünstigte Person" lauten, können nur von dieser eingelöst werden. Ist diese Person ebenfalls verstorben, müssen Sie einen Gerichtsbeschluss vorlegen, aus dem die/der nunmehr Begünstigte hervorgeht.
Falls Sie eine Versicherungsleistung beanspruchen wollen, müssen Sie dem Versicherungsinstitut in der Regel folgende Dokumente vorlegen:
- Urkunde über einen Todesfall bzw. Registerauszug Tod, die vom Standesamt des Sterbeortes ausgestellt wird
- Auf Verlangen des Versicherungsunternehmens: Nachweis der Todesursache, medizinische Unterlagen
- Original der Versicherungspolizze
- Bestätigung über die letzte Prämieneinzahlung
- Amtlicher Lichtbildausweis der/des Antragstellenden
